Synology Disk Station als Subversion Server
Einen eigenen Subversion Server wollte ich schon immer haben. Sämtliche Behelfslösungen wie USB/Dropbox, d.h. über das File Protokoll sind für mehr als eine Person nicht mehr nutzbar und Web-Hosted ist mir etwas zu heikel.
Ein eigener Server musste also früher oder später her und da bot sich an, dass ich eine alte Disk Station 106e günstig erwerben konnte. Die Standard-Konfiguration der Netzwerkfreigaben etc. ist über das Web-Frontend ein Traum.
Will man die Disk Station allerdings um einen Subversion-Dienst erweitern, so kommt man um ein paar Shell-Befehle nicht herum – das ist aber wirklich absolut ausführlich im wiki von synology.com erklärt.
Grundsätzlich
Die Disk Station muss für die Erweiterung um den Subversion-Dients etwas vorbereitet werden. Dazu muss man den Telnet- oder (besser) SSH Dienst unter Netzwerkdienste->Terminal aktivieren. Anschließend installiert man im Terminal auf der Disk Station den Paket-Manager ipkg.
Die Schritt-für-Schritt Anleitung in diesem Wiki-Abschnitt erklärt genau, wie man dazu vorgeht.
Hat man den Paket-Manager installiert, kann man sich nach dem reboot zuerst mal einen vernünftigen Editor installieren. Dazu einfach folgenden Befehl eingeben
ipkg install nano
Sämtliche ‘vi’-aufrufe in der folgenden Anleitung müssen dann natürlich durch ‘nano’ ersetzt werden.
SVN installieren
Hier kann man auch einfach nur die Anleitung im Wiki wärmstens ans Herz legen. Anschließend steht einem ein voll funktionsfähiger SVN-Server zur Verfügung.
Möchte man statt dem ungesicherten SVN-Protokoll SVN+SSH einsetzen, so kann man die Anleitung in diesem Thread nutzen.
Will man lieber HTTP bzw. HTTPS als Protokoll verwenden, so hilft einem diese Anleitung weiter.
Fazit
Folgt man den hervorragenden Anleitungen, so hat man im Handumdrehen einen laufenden Subversion Server. Auch wenn die Terminal-Befehle manch einen etwas abschrecken, es ist wirklich jeder Schritt ausführlich erklärt.
Ergänzung
Der Bootvorgang dauert bei einer frisch installierten Station ca. 2 Minuten. Nachdem ich die Subversion Installation nach o.g. Anleitungen durchgeführt hatte, bemerkte ich, dass die Bootzeit ca. weit über 5 Minuten lag. Nach etwas Recherche fand ich Hinweise darauf, dass die Installation des Paket-Managers ipkg schuld daran ist.
Der Paket-Manager ipkg legt in /etc/rc.local ein paar Einträge an. Unter anderem auch ein Mount-Befehl, der das /volume1/opt Verzeichnis noch mal ins root-Verzeichnis mountet.
Beim Herunterfahren wird dieses Verzeichnis allerdings nicht korrekt unmountet. Das führt beim nächsten Start dazu, dass das Quota gecheckt wird – dauert bei mir so ca. 5 Minuten.
/var/log/messages zeigt folgende Einträge, die eine Beschäftigung von ca. 4 Minuten bescheinigen.
Jun 2 09:15:11 kernel: rx-checksum: enabled Jun 2 09:15:12 kernel: EXT3-fs warning: maximal ... Jun 2 09:19:48 kernel: EXT3-fs warning: maximal ... Jun 2 09:19:48 scemd: scemd.c:113 fan_type=0, ... Jun 2 09:19:48 scemd: modules/mapping_fan.c:155 ...
Um das zu beheben, folgte ich den Anweisungen von Goetz in Synology Forum:
- /etc/rc.local editieren und die Zeile
[ -e /volume1/opt ] && mount -o bind /volume1/opt /opt
löschen
- Das Verzeichnis opt im Root unmounten:
umount -l /opt
- Das Verzeichnis opt löschen:
rmdir /opt
- Ins Root-Verzeichnis wechseln
cd /
- und einen symbolischen Link auf das echte Verzeichnis setzen:
ln -s /volume1/opt
Der anschließende Neustart sollte wieder schnell wie zuvor sein (bei mir ca. 2 Minuten). Ich hatte übrigens beim Herunterfahren Probleme und habe nach etwas warten einfach den Stecker gezogen. Unschön, aber hat geholfen.
/var/log/messages nach dem Neustart:
Jun 2 09:32:22 kernel: rx-checksum: enabled Jun 2 09:32:23 kernel: EXT3-fs warning: maximal ... Jun 2 09:32:24 scemd: scemd.c:113 fan_type=0, ... Jun 2 09:32:24 scemd: modules/mapping_fan.c:155 ...
| Print article | This entry was posted by joachim on 31. May 2010 at 22:37, and is filed under Linux. Follow any responses to this post through RSS 2.0. Both comments and pings are currently closed. |
Comments are closed.