Zwei Rechner an einem Monitor
Nachdem nun der DVI-Ausgang des Mac Mini nicht richtig mit dem DVI-Eingang des Samsung SyncMaster 205BW harmoniert, habe ich mich ja schweren Herzens dazu durchgerungen, den Mini über den VGA-Adapter an den VGA-Anschluss des SyncMasters anzuschließen. Damit entfiel natürlich die angepeilte Möglichkeit, ein Notebook bei Bedarf einfach an den freien VGA-Anschluss anzuklemmen. Um nun trotzdem in diesen Genuss zu kommen, gibt es sog. Monitorumschalter oder auch KVM-Switches (Keyboard-Video-Mouse-Switches). Letztere können, wie der Name schon sagt, neben den angeschlossenen Monitor auch die Peripherien mit umschalten. Sucht man nun nach günstigen Desktop-Lösungen, so stolpert man schnell über einige (unförmige) Umschalter, die per Drehknopf zwischen den angeschlossenen Rechnern umschalten können. Ist zwar generell nicht schlecht, aber hat man nun schon einen schicken Mini, möchte man sich den optischen Eindruck des Schreibtisches nicht unbedingt mit einer grauen Industriebox verderben. Wenn auch noch gleich die Tastatur und Maus mit umgeschaltet werden soll, kommt nur ein KVM in frage. Diese sind meist nur mit hohen Aufschlägen für USB zu haben und sind ebenfalls eher für den Serverraum als Aufstellungsort vorgesehen, als auf Schreibtischen zu stehen.
Belkin hat scheinbar diese Lücke erkannt und für den Desktop einen KVM-Switch (Switch2 F1DG102Uea) kreiert, der optisch was her macht und genau den Anwendungsfall “zwei Rechner ein Monitor” abdeckt. Das tolle ist, dass man den eigentlichen Switch unter dem Schreibtisch verbergen kann und mittels der Fernsteuerung (über ein ca. 50cm langes Kabel) die Umschaltung vornehemn kann. Eine Tastenkombination zum Umschalten ist nicht vorgesehen. Der USB-Anschluss ermöglicht es neben der USB-Tastatur und -Maus auch sämtliche anderen Peripherien, wie Drucker, Bluetoothstick usw. mit umzuschalten. Die Umschaltung des Monitors erfolgt augenblicklich, die USB-Peripherien können etwas dauern – so braucht der angeschlossene PC ca. 5 Sekunden, bis er auf die Maus oder Tastatur reagiert – der Mac Mini reagiert da etwas schneller. Das Bild fühlt sich genauso gut/schlecht an, wie über den direkten VGA-Anschluss.
Fazit: der KVM-Switch ist mit ca. 40 € ein relativ günstiger Vertreter – mir ist kein vergleichbarer Switch untergekommen, der gleichzeitig noch USB- und Audio-Umschaltfunktionen bietet. Die Umschaltung erfolgt tadellos und in erträglicher Zeit.
Die Bildqualität wird nicht eingeschränkt (zumindest sehe ich keine).
Das einzige Problem, ergibt sich im Zusammenhang mit dem VGA-Pegel des (PowerPC) Mac Mini: dieser ist sehr Dunkel, sodass man die Helligkeit am Monitor nachregeln muss – schließt man nun einen zweiten Rechner mit normalem Pegel an, so erscheint dessen Bild zu hell. Aber, wie gesagt, das ist ein Problem des PowerPC Mac Mini, kann man in hunderten von Beiträgen in Newsforen nachlesen.
| Print article | This entry was posted by joachim on 26. June 2007 at 21:06, and is filed under Mac OS X. Follow any responses to this post through RSS 2.0. Responses are currently closed, but you can trackback from your own site. |
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